Weinbau mit
Herz, Hand und Kopf

Landwirtschaft muss heute Umweltschutz, hohe Biodiversität und den Erhalt natürlicher Ressourcen in Einklang mit wirtschaftlicher Arbeitsweise bringen. Das gilt nicht zuletzt für kleinere Familienbetriebe: Wirtschaftliche Interessen müssen mit ökologischen Anforderungen kompatibel sein. Die Devise lautet: Brauchen, aber nicht verbrauchen.

Nachhaltigkeit - wie wir sie sehen

Wir arbeiten im Bewusstsein, Verantwortung für unsere Umwelt zu tragen. Das bedeutet, jeden Tag mit größtem Respekt vor der Natur – dem Boden, den Pflanzen, den Tieren und unseren Mitmenschen – zu handeln. 

Im Detail heißt das Heimat schaffen, für Bienen, Ameisen, Schmetterlinge, Insekten, Würmer, Vögel. Und vor allem um die „Unsichtbaren“ geht es, um die Mikroorganismen. Sie machen unsere Böden lebendig.

Biologische Vielfalt entsteht durch Aufbrechen der Monokulturen, durch das Einsäen von Blumen, Getreide, Gewürzpflanzen und Kleearten. Sie bereichern unsere Weingärten, sie wurzeln tief, lockern die Erde, mobilisieren Nährstoffe, bringen Vielfalt. Begrünung ist Belebung der Böden und stärkt schlussendlich auch die pflanzeneigene Abwehrkraft der Reben.

Belebung gelingt zudem durch gut ausgeführte, fachkundige Kompostierung.
Kuhmist vermengt mit Stroh, Gesteinsmehl und Trester, wird von unzähligen Regenwürmern über mindestens zwei Jahre zu äußerst nährstoffreicher Erde umgewandelt, die dann als Düngung ausgebracht werden kann. Es ist keine perfekte Kreislaufwirtschaft, wie sie von unseren Vorfahren gepflegt wurde, aber sie schließt trotzdem Kreise. Kleine Kreise

Ebenso entscheidend: ein gut durchdachter, intelligenter Pflanzenschutz. Der achtsame, vernünftige Umgang ist uns wichtiger als blindes Erfüllen von Dogmen. Wir unterstützen die Abwehrkräfte unserer Reben mit Pflanzenstärkungsmitteln wie Silizium und Eisen und behandeln unsere Reben mit Orangenöl und Karbonaten, Kupfer und Schwefel. Herbizide kommen schon lange nicht mehr zum Einsatz – Unkraut wird mechanisch und händisch entfernt.

Nützlingsschonend, behutsam, aber effizient.

Weniger ist mehr

Gesunde Trauben zum perfekten Zeitpunkt und selektiv von Hand gelesen, bringen Lagencharakteristik und Eigenheit des Jahrgangs unverfälscht in die Flasche. Wir begleiten unsere Weine im Keller, aber wir verändern sie nicht und greifen sehr wenig in die natürlichen Prozesse ein. Dazu zählt natürlich auch der Verzicht auf chemische Zusätze.

Worauf wir hingegen großen Wert legen ist der stete Kontakt der Jungweine mit ihren Hefen: Battonâge und lange Hefelager erzeugen Komplexität und sind das Fundament für natürliche Stabilität. Auf diese Weise erhalten wir Weine mit Harmonie, die Bestand hat.