Wenn ich darüber nachdenke, wieviel Weichgespültes ich schon über Wein gelesen habe, an wie vielen gleichförmigen Newslettern von Marketingagenturen ich verzweifelt bin, wie oft ich von den immer selben, einfallslosen Instagramposts zum Dauerhaften Löschen der App gedrängt wurde, packt mich die Angst. Wenn ich nicht vor Langeweile sterben will, braucht es eine Lösung.
Es ist ein unglaubliches Privileg, dass ich mich dem Informationssturm unserer Zeit immer wieder entziehen darf. Im Weinberg, zwischen den Zeilen, bin ich weit weg vom lauten Rauschen, von den überwältigenden Impulsen. Die Ruhe ordnet meine Gedanken und lässt mich atmen. Das ist für mich das größte Glück. Da fällt mir ein, was ich sagen sollte.